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01.10.2008   Lufttüchtigkeitsanweisung
    Gleitschirm Cargo L, DHV GS-01-0675-99
   
Am 16.8.2008 hat sich ein schwerer Unfall beim Gleitschirm-Doppelsitzerschlepp an der Winde ereignet.

Der Doppelsitzerschirm, Airea Cargo L, war im Abflug, bei einer Höhe von ca. 5-7 m GND, unvermittelt in einen Stall geraten. Pilot und Passagier stürzten senkrecht nach unten und verletzten sich beim Aufprall auf dem Boden schwer. Vom Start und dem darauf folgenden Unfall wurde eine Videoaufnahme gemacht. Die Analyse ergab, dass der Absturz wahrscheinlich nicht durch einen Pilotenfehler
verursacht worden war.Bereits vor einigen Jahren war es mit einem Gleitschirm des gleichen Modells, ebenfalls beim Windenschlepp, zu einem Unfall mit praktisch identischem Ablauf gekommen. In beiden Fällen waren die Trimmer des Doppelsitzers vollständig geschlossen gewesen, beim ersten Unfall befand sich zudem das Startgewicht unterhalb des geprüften Bereiches.

Der DHV erlässt folgende Lufttüchtigkeitsanweisung:

Bis zum Abschluss der Untersuchung des Unfalls vom 16.8.2008 dürfen Doppelsitzer-Gleitschirme des Typs Airea Cargo L im Windenschleppbetrieb nicht mehr eingesetzt werden.

Die Maßnahme tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.

Gmund, 1.10.08

Karl Slezak
DHV-Sicherheitsreferent

Der DHV wird nach Abschluss der weiteren Untersuchung umgehend über das Ergebnis informieren.

 

     
29.08.2008   Warnung
    Doppelsitzer Gleitschirme, Tandemspreize
   
Ende Juli 2008 war es zu einem Tandemunfall gekommen, nachdem die Hauptaufhängung einer Tandemspreize (T-Bar) während einer Steilspirale gebrochen war. Der Pilot löste den Rettungsschirm aus, er und sein Passagier landeten unverletzt in einem Baum. Bei der Tandemspreize handelt es sich um ein bisher nicht identifiziertes Produkt ohne Musterprüfung. Bauart und Nähtechnik lassen darauf schließen, dass die Spreize vermutlich sehr alt ist (ca. Mitte der 1990-er Jahre).

Bild 1

Untersuchungen haben ergeben, dass das Gewebe (Gurtband) der Hauptaufhängung an der Tandemspreize strukturell versagt hat und gebrochen war.

Der DHV erlässt folgende Warnung:
Doppelsitzerpiloten, die ihre Tandemspreize anhand der Bilder 2 und 3 als baugleich mit der Unfallspreize identifizieren können, dürfen diese keinesfalls weiter benutzen.

Gmund, 29.8.08

Karl Slezak
Sicherheitsreferent
 

Bild 2

Bild 3

 

     
15.08.2008   Lufttüchtigkeitsanweisung
    Alle Gleitsegelgurtzeuge mit unter dem Sitz integriertem Rettungsgeräte-Außencontainer (Bottomcontainer und Tubecontainer)
   
Die Untersuchung eines tödlichen Gleitschirmunfalls hat ergeben, dass möglicherweise ein Verhängen des Rettungsgeräte-Innencontainers mit dem am Gurtzeug montierten Fußbeschleuniger und/oder dem ebenfalls montiertem Beinstrecker die Auslösung des Rettungsgerätes blockiert hat.

Bei Gurtzeugen mit unter dem Sitz integriertem Rettungsgeräte-Außencontainer dürfen montierte Fußbeschleuniger oder Beinstrecker
nicht unter die Öffnung des Containers geraten. Befindet sich der Beschleuniger oder Beinstrecker im Moment der Auslösung unter dem Außencontainer, kann der Innencontainer mit dem Rettungsschirm durch den Beschleuniger oder den Beinstrecker fallen oder sich mit diesen verhängen. Eine gezielte Auslösung ist dadurch nicht mehr möglich. Öffnet das Rettungsgerät in dieser Situation, besteht die
Gefahr einer unkontrollierten Pilotenposition im Gurtzeug, weil die Rettungsgeräte-Verbindungsleine durch den Beschleuniger oder Beinstrecker läuft. U.U. ist auch eine Beschädigung/Bruch der Rettungsgeräte-Verbindungsleine durch Reibung mit dem Beschleuniger/ Beinstrecker nicht auszuschließen.

Die folgende Bildreihe verdeutlicht die mögliche Gefahr.

Bild 1 Bild 2
Bild 1: Beschleuniger (rot) und Beinstrecker (schwarz) in entlasteter Stellung (Beschleuniger in Tragegurte eingehängt). Bild 2: Bei ungünstiger Anströmung können Beschleuniger und Beinstrecker unter die Containeröffnung gelangen.
Bild 3 Bild 4
Bild 3: Bei Auslösung des Rettungsgerätes kann dieses durch den Beschleuniger/Beinstrecker fallen. Bild 4: Der Innencontainer kann sich in Beschleuniger/Beinstrecker verhängen. Dies kann die Auslösung des Rettungsgerätes verhindern oder zu einer unkontrollierten Auslösung führen.

Richtige Montage des Fußbeschleunigers:
Der Fußbeschleuniger darf keinesfalls so eingestellt sein wie in Bild 5. Er muss so eingestellt sein, dass er, im entlasteten Zustand, eine Rettungsgeräteauslösung nicht behindert (Bild 6).

Bild 5 Bild 6
Bild 5: Falsche Position des Fußbeschleunigers. Durch fehlerhafte Einstellung befindet sich der Beschleuniger vor der Öffnung des Rettungsgeräte-Außencontainers. Bild 6: Richtige Position des Fußbeschleunigers. Im entlasteten Zustand befindet sich dieser an der Sitzbrettvorderkante und behindert die Rettungsgeräteauslösung nicht.

Falls der Fußbeschleuniger so konstruiert ist, dass durch die Anpassung seiner Länge eine Situation wie in Bild 5 nicht verhindert werden kann, muss dies durch ein geeignetes Beschleuniger-Rückholsystem (z.B. ein Gummizugwie beim Gurtzeug auf Bild 6) sichergestellt werden (Hersteller des Gurtzeugs kontaktieren).

Montage eines Beinstreckers:
Beinstrecker, die im entlasteten Zustand unter die Öffnung des Rettungsgeräte-Außencontainers geraten können, sind lebensgefährlich.

Bild 7 Bild 8
Bild 7: Bei ungünstiger Anströmung kann der Beinstrecker unter die Öffnung des Rettungsgeräte-Außencontainers geweht werden...... Bild 8: ....und dazu führen, dass sich der ausgelöste Rettungsschirm verhängt.

Eine Ausnahme bilden Beinstrecker, die mit einer Trennvorrichtung versehen sind. Hier wird der Beinstrecker bei der Auslösung des Rettungsgerätes einseitig abgetrennt.

Bild 9
Bild 9: Beinstrecker mit Trennvorrichtung. Der Beinstrecker wird bei Auslösung des Rettungsgerätes über einen Splint einseitig abgetrennt.

Der DHV erlässt folgende Lufttüchtigkeitsanweisung:
Gleitschirmgurtzeuge mit unter dem Sitz integriertem Rettungsgeräte-Außencontainer müssen vom Halter daraufhin überprüft werden, ob
der montierte Fußbeschleuniger oder ein ggf. montierter Beinstrecker im Flug unter die Öffnung des Rettungsgeräte-Außencontainers geraten kann. Wenn dies der Fall ist, muss der Fußbeschleuniger so eingestellt werden, dass er im entlasteten Zustand nicht bis unter
die Containeröffnung gelangen kann. Ggf. ist der Hersteller des Gurtzeugs zu kontaktieren, wenn sich herausstellt, dass der Einbau eines Beschleuniger-Rückholsystems erforderlich ist. Bei Gurtzeugen mit unter dem Sitz integriertem Rettungsgeräte-Außencontainer muss der Beschleuniger bei jedem Flug in die Tragegurte eingehängt oder so am Gurtzeug fixiert sein, dass dieser nicht unter die Containeröffnung geraten kann.

Beinstrecker, die im entlasteten Zustand unter die Containeröffnung gelangen können und die über kein entsprechendes Trennsystem verfügen, müssen entfernt werden, weil sie die Lufttüchtigkeit des Gurtzeugs beeinträchtigen.
Die Überprüfung und ggf. erforderliche Neueinstellungen müssen vor dem nächsten Flug erfolgen.

Gmund, 15.8.08

Karl Slezak
DHV-Sicherheitsreferent

 

     
14.08.2008   Sicherheitsmitteilung
    SUP´AIR Gleitschirm-Gurtzeuge, SUP´AIR 06 DHV GS-03-0327-06, SUP´AIR Hybrid EAPR-GZ-7071/08
   
An einigen Gurtzeugen, die mit Automatik-Leicht-Schließen ausgerüstet sind, kam es zu unbeabsichtigten Öffnungen während des Fluges, besonders an der vorderen (roten) Brustschließe (Safe-T-Bar).
Grund:
Eine oder beide Drucktasten im Schließmechanismus (Bild 1) am „weiblichen“ Teil der Schließe kommen nicht in ihre voll geschlossene Position.

Bild 1: Die Pfeile zeigen auf die Drucktasten am „weiblichen“ Teil des Schließmechanismus. Im Bild korrekt eingerastet.

Das Problem betrifft nicht bestimmte Gurtzeuge sondern bezieht sich auf die leichten Automatikschließen der Beingurte und ebenso auf
die Safe-T-Bar Schließe. Die möglicherweise fehlfunktionierenden Schließen haben folgende Aufschrift (gestanzt): A08 oder B08 – dies bezieht sich auf das Produktionsdatum (dieses ist auch auf dem Label im Gurtzeug zu finden) zwischen Januar 2008 und Juli 2008 (Bild 2). Der Fehler tritt auf der „weiblichen“ Seite der Schließe auf.

Bild 2: Eingestanzte Prägung am „weiblichen“ Teil der Schließen. Betroffen sind Schließen mit der Prägung A08 und B08.

Die Gurtzeuge, die werksseitig mit diesen Schließen ausgerüstet sind:

2008 Modelle :

ALTIX – VAMP – HYBRID – ALTIRANDO – ALTIRANDO XP – VAMPAIR – X-ALPS – EVASION – XC - KINDER Airbag.

2007 Modelle: Zusätzlich zu den vorher erwähnten Gurtzeugen:
ALTIPLUME Airbag - ESCAPE Airbag - X-Ride - X-Ride Airbag.

In Übereinstimmung mit dem DHV erlässt der Hersteller folgende Sicherheitsmitteilung:

Alle Halter der genannten Gurtzeuge müssen den Mechanismus der Schließen an Beingurten und Brustgurt (SafeT-Bar) auf Funktionsfähigkeit überprüfen. Die Überprüfung muss vor dem nächsten Flug erfolgen, sie wird wie folgt durchgeführt:

Anhand der Prägung am „weiblichen“ Teil der Schließe wird identifiziert, ob eine der Schließen die Prägung A08 oder B08 aufweisen. Nur Schließen mit diesen Prägungen sind betroffen.

Überprüfung im geschlossenen Zustand: Durch symmetrischen Druck die Drucktasten an den beiden Seiten der „weiblichen“ Schließe entriegeln. Den „männlichen“ Teil der Schließe herausziehen und wieder in Verschlussstellung zurückführen. Die beiden Drucktasten an
der „weiblichen“ Schließe MÜSSEN wieder GANZ herauskommen (siehe Zeichnung). Den Vorgang dreimal wiederholen.

Überprüfung im unverschlossenen Zustand: Nach symmetrischen Druck auf die Drucktasten an den beiden Seiten der „weiblichen“
Schließe den „männlichen“ Teil einrasten lassen. Die beiden Drucktasten an der „weiblichen“ Schließe MÜSSEN wieder GANZ herauskommen (siehe Zeichnung). Den Vorgang dreimal wiederholen.

Anmerkung: An der Brustgurtschließe (Safe-T-Bar) befinden sich zwei „weibliche“ Verschlussteile. Die Überprüfung muss, wie beschreiben, für jedes Bauteil separat durchgeführt werden.

Zeichnung: Rechts: Beide Drucktasten (in den kleinen Kreisen) nach dem Verschließen in korrekter, herausstehender Position.
Links: Die rechte Drucktaste (roter Kreis) ist bei geschlossener Schließe nicht eingerastet, erkennbar an der nicht herausstehender Position.

Wenn eine oder beide Drucktasten nicht wieder in ihre ursprüngliche geschlossene Position kommen (siehe Zeichnung), ist der Verschlussmechanismus fehlerhaft. Betroffene Gurtzeuge dürfen nicht weiter verwendet werden. Die Halter von betroffenen Gurtzeugen werden aufgefordert, sich mit der Fa. Aerosport International in Verbindung zu setzen. Aerosport International bietet den Haltern von betroffenen Gurtzeugen kostenlose Reparatur und Übernahme der anfallenden Transportkosten an.

Brannenburg, 14.8.08

Konny Konrad, Fa Aerosport International GmbH

Aerosport International GmbH
Grafenstraße 26
D-83098 Brannenburg
Tel. 0049-8034-1034

 

     
01.07.2008   Sicherheitsmitteilung
    Gleitschirm Gin Boomerang Sport M DHV GS-01-1487-06, Gin Boomerang Sport S DHV GS-01-1502-06, Gin Boomerang Sport L DHV GS-01-1503-06, Gin Boomerang Sport XS DHV GS-01-1528-06, GIN Yeti 2008XS DHV GS-01-1694-07, GIN Yeti 2008S DHV GS-01-1695-07, GIN Yeti 2008M DHV GS-01-1696-07, GIN Yeti 2008L DHV GS-01-1697-07, GIN Yeti 2008XL DHV GS-01-1698-07
    Schrumpfung der Liros Dyneema Leine DC 120
 
   

Bei Gleitschirmen der Marke Gin Gliders, welche in der mittleren Leinenebene die Dyneema Leine DC 120 verwenden, ist in seltenen Fällen eine Leinenlängenveränderung über die zulässige Toleranz hinaus aufgetreten.

Aerosport International und Gin Gliders treffen deshalb vorsorglich folgende Sicherheitsmaßnahme:

Je nach Bedarf wird eine Trimmkorrektur oder ein Austausch der Leinen durchgeführt.

Die betroffenen Schirme müssen vor der nächsten turnusmäßigen Überprüfung zu Aerosport International gesendet werden. Eine Kontaktaufnahme mit Aerosport International, muss vor dem nächsten Flug durchgeführt werden.

Brannenburg, 01.07.08

Kurt Vorraber
Geschäftsführer
Aerosport International GmbH
Grafenstrasse 26
DE 83098 Brannenburg
Tel: +49 8034 1043, info@aerosport.de,
www.aerosport.de

 

     
21.05.2008   Sicherheitsmitteilung
    Gurtzeug für Gleitschirm SUP´AIR 06 DHV GS-03-0327-06
    Eine kleine Anzahl von Piloten hat beim Testen der Auslösbarkeit ihrer Rettungsgeräte ungewöhnlich hohe Auslösekräfte festgestellt.

Grund ist, dass der Klettverschluss der Splintabdeckung eine zu große Haltekraft ausübt, wenn das weiße Nylonband das zu den Splinten führt zwischen dem Klett läuft (siehe Abbildung 1, rechts) und die Splintabdeckung längere Zeit verschlossen war. In diesem Fall kann die Auslösekraft deutlich größer werden.

 

   

Bild 1

Sup Air empfiehlt zwei mögliche Lösungen:

1. Das weiße Nylonband nicht auf dem Klett verlegen sondern in der Falte der Splintabdeckung, die keinen Klett aufweist (Abbildung oben links). Bei jedem Vorflugcheck ist sicher zu stellen, dass sich dieses Nylonband an der richtigen Position befindet.

2. Die zweite Möglichkeit besteht darin die harte Seite des Kletts mit einem neutralen Gegenstück zu versehen (Abbildung unten). Ein passendes Stück ist für alle Halter der betroffenen Gurtzeuge bei Aerosport International sowie bei allen Sup Air-Händlern kostenlos erhältlich.

Bild 2

Brannenburg, 21.05.08

Kurt Vorraber
Geschäftsführer
Aerosport International
Grafenstrasse 26
DE 83098 Brannenburg
Tel: +49 8034 1043, info@aerosport.de,
www.aerosport.de

Hinweis: Sup Air möchte daran erinnern, wie wichtig es ist mehrmals in der Saison das Auslösen des Rettungsgerätes zu üben. Das Gurtzeug muss aufgehängt sein der Pilot wie beim Flug im Gurtzeug sitzen. Das wird helfen die Position des Griffes, die benötigte Kraft und Richtung für eine perfekte Auslösung so zu verinnerlichen, dass im Notfall automatisch richtig reagiert wird

 

     
     
16.05.2008   Sicherheitsmitteilung
    Gurtzeug für Gleitschirm Peak 2 T-LOCK DHV GS-03-0348-07, Peak 2 GET-UP DHV GS-03-0349-07
       
   
Sollten Knicke im Bereich des Protektors vorhanden sein, so ist vor der nächsten Benutzung des Gurtzeuges die Lexanplatte durch eine neue U-förmige Versteifung zu ersetzen. Die U-förmige Versteifung kann durch den Halter selbst eingebaut werden oder durch Woody-Valley bzw. Turnpoint fastline GmbH.H.

Nähere Infos und kostenfreier Bezug der Versteifungen: www.turnpoint.de , info@turnpoint.de, +49 (0)8036 9088261

16.05.2008

Ilona Albrecht,
Geschäftführerin
Turnpoint fastline GmbH

     
16.01.2006   Sicherheitsmitteilung
    Schleppklinke
SK1 DHV 06-0029-00,
SK2 DHV 06-0034-05
   

Bei einer Blockade des Auslösesplintes aufgrund eines zweckentfremdeten Gebrauches einer SK1 wurde festgestellt, dass die Verpressung des Stahlseiles im Griff nicht ordnungsgemäß ausgeführt wurde und sich vom Auslösegriff löste.

In einer Testreihe wurde festgestellt, dass die Festigkeit dieser Verpressung der in 2005 ausgelieferten Klinken variieren kann, jedoch bei sachgemäßem Gebrauch ausreichend ist.

Um jegliche Gefährdung der Piloten auszuschließen hat der Hersteller Fly market GmbH & Co. KG, Pröbstener Str. 15, D-87637 Eisenberg, Tel: 08364-98330, Fax: 08364-983333, Email: info@independence-world.com in Übereinstimmung mit dem DHV vorsorglich folgende Sicherheitsmaßnahme getroffen:

Bei allen Schleppklinken der Muster "SK1" und "SK2" des Baujahres 2005 muss vor der nächsten Benutzung eine Überprüfung der Verpressung im Griff vorgenommen werden. Frühere Baujahre sind nicht betroffen!

Die Überprüfung kann gem. der nachstehenden Anweisung selbst und ohne Spezialwerkzeug vorgenommen werden oder der Firma Fly market GmbH & Co. KG zur kostenlosen Überprüfung zugesandt werden.

Für die Überprüfung muss der Verschlußstopfen im roten Auslösegriff entfernt und das gelbe Stahlkabel mit der Verpressung herausgeschoben werden.

Ist eine runde Pressklemme vorhanden, so ist die Klinke in Ordnung.

 

   

   

Eisenberg, 16.01.2006

Stefan Kurrle,
Geschäftsführer
Fly market GmbH & Co. KG
Pröbstener Str. 15
D-87637 Eisenberg,Tel: 08364-98330, Fax: 08364-983333
Email:
info@independence-world.com

     
16.12.2005   Sicherheitsmitteilung
    Gurtzeug für Gleitsegel, Pin Lock Karabiner von Finsterwalder GmbH
    Am einem Kugelsperrbolzen eines Pin Lock Karabiners wurde nach kurzer Gebrauchsdauer ein Versagen des Verriegelungsmechanismus bemerkt. Die Untersuchung ergab, dass sich der Druckknopf der im Inneren des Sperrbolzens befindlichen Achse infolge eines Produktionsfehlers gelöst hatte.

Durch zusätzliche Kontrollen bei der Fertigung der Kugelsperrbolzen wird dieser Fehler zukünftig ausgeschlossen. Der Fehler ist nur bei sehr wenigen der seit 21.06.2005 hergestellten Kugelsperrbolzen möglicherweise vorhanden. Mit letzter Sicherheit kann der von außen nicht erkennbare Fehler jedoch nur durch Überprüfung des Sperrbolzens im Werk erkannt werden. Diese Überprüfung führt die Finsterwalder GmbH bei Bedarf kostenlos durch wenn der Pin Lock oder Kugelsperrbolzen eingeschickt wird.

Ein Versagen der Pin Lock Karabiner während des Betriebs ist auf jeden Fall ausgeschlossen wenn die dem Karabiner beigefügte Bedienungsanleitung beachtet wird: Prüfen Sie den ordnungsgemäßen Sitz des Kugelsperrbolzens am Pin Lock durch Zugprobe am Griff ohne hierbei den Entriegelungsknopf zu drücken. Dieser Handgriff ist vor jedem Flug durchzuführen.

Dipl. Ing. Thomas Finsterwalder,
Finsterwalder GmbH,
Pagodenburgstr.8,
81247 München

 

     
07.12.2005   Sicherheitsmitteilung
    Gleitsegel Gradient Bi-Golden 42 DHV GS-01-1262-04, Turnpoint Fastline GmbH / Gradient s.r.o.
   

Bei zwei Bi-Golden ist es zu Leinenrissen (Stammleinen) im Flug gekommen. Bei beiden Schirmen handelte es sich um stark gebrauchte Schirme, mit welchen häufig Acro-Figuren geflogen wurden. Es kam bei beiden Vorfällen erfreulicherweise zu keinen weiteren Schäden.

Der Bi-Golden ist nicht als Acro-Schirm konzipiert.

GRADIENT hat sich dennoch entschlossen, im Einverständnis mit dem DHV, die Stammleinen zu verstärken.

Alle Bi-Golden sollten beim nächsten Zweijahres-Check mit diesen verstärkten Stammleinen ausgerüstet werden.
Turnpoint baut bei Bedarf die verstärkten Stammleinen auch vor dem nächsten Zweijahres-Check ein. Von versierten Piloten können die neuen Stammleinen anhand des beiliegenden Leinenplanes auch selber eingebaut werden.
Der Austausch der Stammleinen ist kostenfrei.

Bei Bedarf sollen sich die Piloten bitte an Turnpoint Fastline GmbH, Internet: www.turnpoint.de , Tel: +49 (0)8036 9088261 wenden.

     
05.10.2005   Lufttüchtigkeitsanweisung
    Gurtzeug für Gleitsegel I.Q. DHV GS-03-0240-01
     
23.09.2005   Lufttüchtigkeitsanweisung
    Gurtzeug für Gleitsegel Airea System Tube DHV GS-03-0252-02
     
23.09.2005   Lufttüchtigkeitsanweisung
    Gurtzeug für Gleitsegel Excalibur DHV GS-03-0233-01
     
23.09.2005   Lufttüchtigkeitsanweisung
    Gurtzeug für Gleitsegel Skyline Project DHV GS-03-0232-01, SKYLINE PHASE DHV GS-03-0253-02, SKYLINE PROJEKT BI DHV GS-03-0254-02
     
13.09.2005   Lufttüchtigkeitsanweisung DULV
    Motorschirmantrieb Simo 122 und 110 von Fresh Breeze; Überprüfung und eventueller Austausch der 3 betroffenen Stehbolzen
    Maßnahme
     
09.03.2005   Lufttüchtigkeitsanweisung
    Gurtzeug für Gleitsegel, Gurtzeugkarabiner Parafly Automatic von AustriAlpin
    Nach mehreren Brüchen während des Betriebes bei Aluminium Gurtzeugkarabinern Parafly Automatic der Firma AustriAlpin in den Jahren 2003 und 2004 wurde der Hersteller mehrfach aufgefordert die Dauerschwingfestigkeit dieser Karabiner nachzuweisen zuletzt mit einer Terminsetzung bis 1. März 2005. Diese Nachweise wurden bis heute nicht erbracht. Gleichzeitig haben Untersuchungen im Auftrag des DHV an Aluminium Gurtzeugkarabinern Parafly Automatic der Firma AustriAlpin niedrige Werte hinsichtlich der Dauerschwingfestigkeit ergeben. Die Flugsicherheit ist erheblich beinträchtigt. Vorsorglich trifft der DHV deshalb folgende Maßnahme:

Alle Aluminium Gurtzeugkarabiner Parafly Automatic von AustriAlpin, dürfen nicht mehr benutzt werden.

Diese Lufttüchtigkeitsanweisung tritt mit Veröffentlichung in den Nachrichten für Gleitsegel- und Hängegleiterführer (NfGH) in Kraft.

Gmund, den 09.03.05

Klaus Tänzler
Geschäftsführer

     
09.03.2005   Lufttüchtigkeitsanweisung
    Rettungsgerät für Gleitsegel RS 2 DHV GS-02-0032-91
    An einem Rettungsgeräte-Innencontainer des Musters RS 2 ist bei einer Öffnung mit normaler Zugkraft die Einschlauflasche für den Auslösegriff, zusammen mit Teilen des Innencontainers abgerissen. Die Untersuchung ergab, dass die Nähte, mit welchem die Einschlauflaschen befestigt sind, den Stoff des Innencontainer perforiert und dessen Reißfestigkeit dadurch stark herabgesetzt haben.
In der Vergangenheit ist es bereits mehrfach zu ähnlichen Vorfällen bei Rettungsgeräte des Typs RS 2 gekommen. Betroffen waren stets Innencontainer, bei welchen die Einschlauflasche für den Auslösegriff ohne Verwendung einer Verstärkung auf der Gegenseite am Innencontainer befestigt waren.

In Übereinstimmung mit dem Hersteller Firebird International AG hat der DHV vorsorglich folgende Sicherheitsmaßnahmen getroffen:

An allen Gleitsegelrettungsgeräten RS 2 müssen die Innencontainer überprüft werden. Innencontainer, bei welchen die Einschlauflasche ohne Gegenstück aufgenäht ist, müssen ausgetauscht werden.

Einschlauflasche für Auslösegriff


Gegenstück für die Befestigung der Einschlauflasche an der Innenseite des Containers

Diese Lufttüchtigkeitsanweisung tritt mit Veröffentlichung in den Nachrichten für Gleitsegel- und Hängegleiterführer (NfGH) in Kraft. Die Sicherheitsmaßnahme muss vor der nächsten Benutzung durchgeführt sein.

Der Austausch wird von der Firma Firebird International AG, Faltschen, 3713 Reichenbach, Schweiz, Mail: info@flyfirebird.com , kostenpflichtig vorgenommen.

Gmund, 09.03.05

Klaus Tänzler
Geschäftsführer

     
31.08.2004   Warnung
    Schleppklinke freeX Control DHV 06-0027-98
   
In zwei Fällen verhakte sich das Auslöseseil während des Schlepps am Splint des Auslösegriffs von FreeX-Control-Schleppklinken und blockierte die Auslösung! Dabei wurde festgestellt, dass zwischen dem verklebten Splint und dem Stahlseilzug, die Kunststoffummantelung um mehr als 1 mm verkürzt war und sich das Auslöseseil darin verklemmt hat.

Gleichzeitig wurde festgestellt, dass sich das Gurtband durch den Gummizug, der am Auslösegriff befestigt ist, zusammengezogen hat und so den Auslösesplint zu weit nach vorne schob. Dadurch konnte sich beim Einhängen des Schleppseils das Auslöseseil, das hinter den Auslösesplint verrutschte, direkt zwischen Kunststoffummantelung und Splint verhängen und so auch das Auslöseseil beschädigen.

Der Splint sollte bei gestrafftem Gurtband nicht länger als das Gurtband selbst sein. Das Auslöseseil muss auf dem Splint liegen und nicht auf der Kunststoffummantelung! Klinken mit erkennbar beschädigten Auslöseseilen, müssen ausgetauscht werden.

Bitte beachtet die Lufttüchtigkeitsanweisung vom 1999-09-16. Dort wurde bereits auf dieses Problem aufmerksam gemacht.

Gmund, am 31.08.04
 

Klaus Tänzler
Geschäftsführer

 

     
24.05.2004   Sicherheitsmitteilung
    Alle Geräte der Firma UP Europe GmbH
    Bei Nachprüfungen und Unfalluntersuchungen wurde festgestellt, dass auf grund von Alterung die Bruchfestigkeiten von Aramid-Leinen bei den oberen Leinenstockwerken stärker absinken können als bei den Stammleinen.

Es wird deshalb vorsorglich folgende Sicherheitsmaßnahme getroffen.

Bei der Nachprüfungen von Gleitsegeln müssen Aramid-Leinen alle Leinenstockwerke einer stichprobenweisen Überprüfung der Bruchfestigkeit unterzogen werden.

Es werden folgende Grenzwerte festgelegt:
Die Summe aller A+B Leinen auf Basis des schlechtesten gemessenen Wertes dürfen das 8 Fache des maximale Startgewichts nicht unterschreiten. Die Summe aller weiteren Leinenebenen dürfen das 6 Fache des maximalen zulässigen Startgewichts nicht unterschreiten. Basis ist der schlechteste gemessene Wert. Zusätzlich wird ein minimaler Grenzwert in N für jeden Leinentyp vom Hersteller festgelegt.

Die Sicherheitsmaßnahmen müssen bei der nächsten Nachprüfung durchgeführt werden.

Kochel am See, 24.05.2004

Christian Rönning

UP Europe GmbH, Altjoch 19a, 82431 Kochel a. See
Tel: 08851/92 92-0, E-Mail: info@up-europe.com, Internet:
www.up-europe.com

     
07.05.2004   Warnung
    Gurtzeug für Gleitsegel
    Seit 1992 wurden insgesamt über 300.000 Stück des Sup`Air Twistlock Aluminiumkarabiners für 40mm Gurtbandbreite in Betrieb genommen. Unfälle wegen Versagens des Karabiners sind keine bekannt.

Es ist aber bekannt, dass Aluminiumkarabiner eine begrenzte Lebensdauer haben. Niemand ist in der Lage genau zu sagen wie lange diese Lebensdauer ist. Aerosport International empfiehlt den Austausch von Aluminiumkarabinern nach spätestens 5 Jahren oder 500 Flugstunden Benutzungsdauer.

Die Firma Aerosport bietet verschiedene Sup`Air Karabiner und Befestigungselemente für den Austausch an. Weitere Informationen im DHV-INFO unter "Neu auf dem Markt" und bei Aerosport International GmbH, Grafenstr. 26 D-83094 Brannenburg, fon +49(0)8034-1034 fax +49(0)8034-3384, email info@aerosport.de, web www.aerosport.de.

Brannenburg, 7.05.04

Hans Bausenwein,
Geschäftsführer
Aerosport International GmbH

     
07.05.2004   Sicherheitsmitteilung
    Alle Geräte der Firmen:

ADVANCE Thun AG,
Gin Gliders Inc.,
OZONE Gliders Ltd.,
Paratech AG,
Flugsportservice Skyward,
Sol Sports Ind. E Comèrico LTDA,
Swing Flugsportgeräte GmbH,
XIX GmbH,

 

    Bei Nachprüfungen und Unfalluntersuchungen wurde festgestellt, dass auf grund von Alterung die Bruchfestigkeiten von Aramid-Leinen bei den oberen Leinenstockwerken stärker absinken können als bei den Stammleinen.

Es wird deshalb vorsorglich folgende Sicherheitsmaßnahme getroffen.

Bei der Nachprüfungen von Gleitsegeln müssen Aramid-Leinen alle Leinenstockwerke einer stichprobenweisen Überprüfung der Bruchfestigkeit unterzogen werden.

Es werden folgende Grenzwerte festgelegt:
Die Summe aller A+B Leinen auf Basis des schlechtesten gemessenen Wertes dürfen das 8 Fache des maximale Startgewichts nicht unterschreiten. Die Summe aller weiteren Leinenebenen dürfen das 6 Fache des maximalen zulässigen Startgewichts nicht unterschreiten. Basis ist der schlechteste gemessene Wert. Zusätzlich wird ein minimaler Grenzwert in N für jeden Leinentyp vom Hersteller festgelegt.

Die Sicherheitsmaßnahmen müssen bei der nächsten Nachprüfung durchgeführt werden.

ADVANCE Thun AG, Rolf Zeltner
Gin Gliders Inc., Gin Seok Song
OZONE Gliders Ltd., David Dagault
Paratech AG, Uwe Bernholz
Flugsportservice Skyward, Eugen Stiebritz
Sol Sports Ind. E Comèrico LTDA, Ary Pradi
Swing Flugsportgeräte GmbH, Guenther Woerl
XIX GmbH, Michi Kobler

     
06.05.2004   Sicherheitsmitteilung
    Gurtzeug für Gleitsegel UP K2 DHV GS-03-0259-02
     
31.03.2004   Lufttüchtigkeitsanweisung
    Gleitsegel Mistral 2.22 DHV GS-01-0867-01
     
26.03.2004   Lufttüchtigkeitsanweisung
    Rettungsgerät für Gleitsegel RS 2 DHV GS-02-0032-91
     
25.09.2003   Sicherheitsmitteilung
    Gleitsegel Advance Bi-Beta 2 DHV GS-01-0774-00
     
18.09.2003   Lufttüchtigkeitsanweisung
    Gleitsegel Matrix M DHV GS-01-0738-00
   

Bei einem Gleitsegelmuster Firebird Matrix M - MZM GS-13 04 300 wurde ein vom Zulassungsmuster abweichendes Flugverhalten festgestellt. Es handelt sich hierbei um einen stabilen Sackflug.

In Übereinstimmung mit der Fa. Firebird Sky Sports AG, Schäfflerstr. 15, 87629 Füssen hat der DHV vorsorglich folgende Sicherheitsmaßnahme getroffen: Alle Gleitsegelmuster Firebird Matrix M, MZM GS-13 0X XXX deren Seriennummer in einem Intervall von 13 03 100 bis 13 07 800 liegen, müssen vor der nächsten Benutzung überprüft werden.

Die Lufttüchtigkeitsanweisung tritt mit Veröffentlichung in den Nachrichten für Gleitsegel- und Hängegleiterführer (NfGH) in Kraft.

Die Sicherheitsmaßnahmen müssen vor der nächsten Benutzung durchgeführt sein. Die Überprüfung wird von der Firma Firebird Sky Sports AG, Schäfflerstr. 15, 87629 Füssen durchgeführt.
Tel: 049/8362/98320,
Fax: 0049/8362/983219,
E-Mail: firebirdag@gmx.net

Gmund, am 18.09.2003
Klaus Tänzler
Geschäftsführer

     
    Sicherheitsmitteilung
    Gurtzeug für Gleitsegel SKYLINE PHASE DHV GS-03-0253-02, SKYLINE PROJEKT BI DHV GS-03-0254-02
     
   

Sicherheitsmitteilung

unbeabsichtigtes Öffnen der Safe-T-Bar Schliesse bei Sup'Air Gurtzeugen - weiter ...
     
14.07.2003   Sicherheitsmitteilung DULV
    FreshBreeze - Gummipuffer der Abmessungen Durchmesser 50 mm x Höhe 45 mm und D 40 mm x H 30 mm
     
   

Sicherheitsmitteilung

Sicherheitsmitteilung 08.07.03 - pdf ansehen

Betr.: Gummipuffer der Abmessungen Durchmesser 50 mm x Höhe 45 mm und Durchmesser 40 mm x Höhe 30 mm verbaut im Monster- und Simoninimotor und am Motorträger des Flykes

     
    Sicherheitsmitteilungen

Sicherheitsmitteilung Gleitsegel Stereo DHV GS-01-0648-99, Mission M DHV GS-01-0714-99, Mission L DHV GS-01-0756-00

Für UL-Schlepp von Hängegleiter wichtige Warnung: Hängegleiter

     
    Lufttüchtigkeitsanweisung
    Gurtzeug für Gleitsegel, Gurtzeugkarabiner Parafly Automatic von AustriAlpin
   

Die Materialuntersuchung in Tschechien ist abgeschlossen. Materialfehler oder Herstellungsfehler wurden nicht festgestellt. Es wird von einem Gewaltbruch bei geöffnetem Schnapper ausgegangen.

Die Lufttüchtigkeitsanweisung vom 21.05.2003 bezüglich der Gurtzeugkarabiner Parafly Automatic von AustriAlpin wird hiermit aufgehoben.

Gmund, den 10.06.2003

Klaus Tänzler
DHV-Geschäftsführer

 

     
    Sicherheitsmitteilung
    Gleitsegel Ozone Atom M DHV GS-01-0844-01, Ozone Atom L DHV GS-01-0847-01, Ozone Atom S DHV GS-01-0848-01, Ozone Atom XS DHV GS-01-0928-01, Seriennummern zwischen A[Grösse]-D-12-101 und A[Grösse]-D-46-126
    Während der turnusmässigen jährlichen Nachprüfung von im Schulungsbetrieb stark gebrauchten Gleitsegeln des Typs Ozone Atom in Frankreich, wurden bei mehreren Gleitsegeln Restfestigkeiten der Stammleinen festgestellt, die unterhalb der normalerweise zu erwartenden Werte lagen. Die Restfestigkeit der Stammleinen lag zwar noch nicht im kritischen Bereich und es sind auch keine Leinenrisse im Flug bekannt geworden.
Ozone Gliders Ltd. hat aber trotzdem beschlossen folgende Sicherheitsmitteilung herauszugeben:

Alle Ozone Atom XS, S, M und L mit Seriennummern zwischen A[Grösse]-D-12-101 und A[Grösse]-D-46-126 müssen spätestens ein Jahr nach dem Datum der Stückprüfung mit neuen Stammleinen ausgerüstet werden.

Die Ersatzleinensätze sind kostenlos bei Ozone Gliders oder dem jeweiligen Importeur zu beziehen und können vom Besitzer des Gleitsegels selbst eingebaut werden. Ein Leinenplan und Anweisungen zum Einbau werden mitgeliefert.

Aerosport International GmbH bietet allen Besitzern von betroffenen Atoms in Deutschland und Österreich an, den Austausch der Stammleinen zusammen mit einer vorgezogenen 2-Jahresnachprüfung für 50% der normalen Kosten einer 2-Jahresnachprüfung durchzuführen.

27.05.03

Ozone Gliders Ltd.
1258 Route de Grasse
F-06620 Le Bar Sur Loup
Tel +33 492 60 44 00
Fax +33 492 60 44 61
Team@flyozone.com
Dr. David Pilkington
Production manager

Aeroport International GmbH
Grafenstrasse 26
D-83098 Brannenburg
Tel +49 8034 1034
Fax +49 8034 3384
Info@aerosport.de
Hans Bausenwein
Geschäftsführer

     
    Lufttüchtigkeitsanweisung
    Gurtzeug für Gleitsegel, Gurtzeugkarabiner Parafly Automatic von AustriAlpin
    Ein Aluminium Gurtzeugkarabiner Parafly Automatic von AustriAlpin ist während eines Startvorgangs beim Gleitschirmfliegen in Tschechien gebrochen. Dieser Karabiner war nach Angabe des tschechischen LAA ca. zwei Jahre im Gleitsegelflugbetrieb. Eine Materialuntersuchung in Tschechien ist bereits eingeleitet, das Ergebnis wird für Anfang Juni 2003 erwartet.
Der DHV hat vorsorglich folgende Sicherheitsmaßnahmen getroffen:

Alle Aluminium Gurtzeugkarabiner Parafly Automatic von AustriAlpin, unabhängig von deren Oberflächenveredelung dürfen nicht mehr verwendet werden bis das Ergebnis der Materialuntersuchung feststeht.

Diese Lufttüchtigkeitsanweisung tritt mit Veröffentlichung in den Nachrichten für Gleitsegel- und Hängegleiterführer (NfGH) in Kraft.

Gmund, den 21.05.2003
Klaus Tänzler
DHV-Geschäftsführer

Erklärung von AustriAlpin im DHV- Sicherheitsjournal

     
    Lufttüchtigkeitsanweisung
    Gleitsegel Mono M DHV GS-01-0585-98
    Bei der regelmäßigen Nachprüfung eines Mono M ist ein Fehler bei 2 Leinenlängen-Angaben im Luftsportgeräte-Kennblatt aufgefallen. Da der Hersteller seinen Betrieb seit 2001 eingestellt hat, trifft der DHV vorsorglich folgende Maßnahmen:

    1. Das Luftsportgeräte-Kennblatt, Ausgabe 0, vom 10.06.1998 wird für ungültig erklärt.

    2. Ab sofort ist das Luftsportgeräte-Kennblatt, Ausgabe 1, vom 24.04.2003 gültig.

    3. An allen Geräten sind die Leinenlängen entsprechend des neuen Luftsportgeräte-Kennblatts nachzuprüfen.

Diese Lufttüchtigkeitsanweisung tritt mit Veröffentlichung in den Nachrichten für Gleitsegel- und Hängegleiterführer (NfGH) in Kraft. Die Sicherheitsmaßnahmen müssen vor der nächsten Benutzung durchgeführt sein.

Das neue Luftsportgeräte-Kennblatt ist über den DHV erhältlich.
DHV-Technik, Postfach 88, 83701 Gmund am Tegernsee, Fax +498022/967599 oder technik@dhv.de.

Gmund, am 28.04.2003

Klaus Tänzler
Geschäftsführer

 

     
    Sicherheitsmitteilung
    Gleitsegel Mistral 2.22 DHV GS-01-0867-01
    Der Firma SWING sind vereinzelte Fälle von erhöhter Sackfluganfälligkeit bei oben genanntem Modell unter bestimmten Voraussetzungen bekannt geworden. Alle uns zur Überprüfung zugesandten Schirme wurden innerhalb der zulässigen Toleranzwerte vermessen. Auch sonst wiesen diese Schirme keinerlei Abweichungen von dem beim DHV hinterlegten Muster auf.

Ursachen:

Unter bestimmten Bedingungen (Nähere Hinweise unter: www.dhv.de/deutsch/sicherheit/journal.html ) nähern sich Gleitschirme generell der Sackfluggrenze, da in diesem Fall alle Widerstandswerte stark zunehmen. Scheinbar kann diese Grenze beim Mistral 2.22 unter ungünstigen Umständen überschritten werden. Das Problem ist nicht auf Materialmängel (z.B. erhöhte Luftdurchlässigkeit) zurückzuführen, da neuere Schirme mit guten Luftdurchlässigkeitswerten ebenso betroffen sind.

Die Firma Swing trifft deshalb vorsorglich folgende Sicherheitsmaßnahme:

    Der Halter des Gerätes muss feststellen, ob der Mistral 2.22 beim Aufziehen an einem horizontalen und windstillen Übungsgelände eine Tendenz zum Hängenbleiben aufweist (kein Rückwärtsstart). Dies sollte mindestens 5 mal probiert werden bevor Rückschlüsse gezogen werden.

Bei eindeutig schlechtem Startverhalten oder anderen Auffälligkeiten sollte der Schirm nicht mehr geflogen werden und Kontakt mit der Firma Swing aufgenommen werden. Die Überprüfung des Gleitschirmes durch den Piloten muss vor dem nächsten Flug erfolgen. Weitere Untersuchungen sollten nur von der Firma Swing durchgeführt werden.

Landsberied, 28.02.2003

Günter Wöhrl, Geschäftsführer Fa. Swing

Swing Team

Tel: +49 (0)8141 3 27 78 88

info@swing.de

 

     
   

Sicherheitsmitteilung

    Gleitsegel Apco Santana 25 DHV GS-01-0605-98, Apco Santana 28 DHV GS-01-0606-98, Apco Santana 30 DHV GS-01-0607-98, Apco Santana 32 DHV GS-01-0608-98, Apco Sierra 25 DHV GS-01-0609-98, Apco Sierra 28 DHV GS-01-0610-98, Apco Sierra 30 DHV GS-01-0611-98, Apco Sierra 32 DHV GS-01-0612-98, Apco Bagheera S DHV GS-01-0659-99, Apco Bagheera M DHV GS-01-0660-99, Apco Bagheera L DHV GS-01-0688-99, Apco Fiesta S DHV GS-01-0724-99, Apco Fiesta M DHV GS-01-0725-99, Apco Fiesta L DHV GS-01-0726-99, Allegra L DHV GS-01-0729-99, Allegra M DHV GS-01-0730-99, Allegra S DHV GS-01-0731-99
    Fly & more GmbH musste bei der Nachprüfung eines APCO Allegra eine Beschädigung an den A-Leinen feststellen.

Ursache für die Beschädigung ist eine scharfkantige Prägung auf einem seitlichen Schenkel des Leinenschlosses.

Bei Verlust der serienmäßig in die Leinenschlösser eingepassten Plastikclips, können die scharfen Kanten der Prägung eine Beschädigung der Leinen verursachen. Leinenschlösser mit seitlicher Prägung wurden von APCO nur in geringen Stückzahlen verwendet und werden bei der Nachprüfung bereits seit einem Jahr ausgetauscht.

Wir bitten alle Apco-Piloten darauf zu achten und genau zu kontrollieren, dass - der Plastikclip im Leinenschloss vorhanden ist - die Leinen nicht beschädigt sind.

Bei Fly & more GmbH können Leinenschlösser mit seitlicher Prägung jederzeit kostenlos ausgetauscht werden.

Raubling, 13.02.03

Wolfgang KAISER, Fly & more GmbH D 83064 Raubling-Kirchdorf; Tel. 0049-8035-6189; Fax 8481

 

     
   

Sicherheitsmitteilung

    Gleitsegel Paratech P7-26 DHV GS-01-0578-98, Paratech P70 M DHV GS-01-0715-99, Paratech P70 L DHV GS-01-0806-00
   

Bei einem P70 sind während eines Kunstflugmanövers Leinen gerissen. Der Pilot konnte am danach ausgelösten Rettungsschirm landen und blieb unverletzt. Die Untersuchung ergab eine zu geringe Festigkeit einzelner Leinen bei diesem Schirm.

Die Firma PARATECH AG trifft deshalb vorsorglich folgende Sicherheitsmaßnahme:

Für alle P70 und P7 wird eine außerordentliche, kostenlose Nachprüfung der Mittelleinen gefordert, bis zur Durchführung der Nachprüfung dürfen die betroffenen Geräte nicht geflogen werden.

Betroffene Piloten wenden sich zur Nachprüfung an folgende Betriebe:

PARATECH Service, Tel. +41 (0)71 7873031, service@paratech.ch
Flugsportservice Sky Club Austria, +43 (0)3685 22333, office@skyclub-austria.com
Aerosport International GmbH, Tel. +49 (0)8034 1034, info@aerosport.de

Schwende, den 30.10.2002

Uwe Bernholz, Migg Lenz
Entwicklung, Geschäftsführer
PARATECH AG

Hans Bausenwein
Geschäftsführer
Aerosport International GmbH

   
   

Warnung

    Gleitsegel Mission M DHV GS-01-0714-99
   

Leinenrisse bei Gleitschirmen FreeX Mission M

Am 04.10.02 rissen bei einem Mission M nach einem turbulenzbedingten seitlichen Einklapper während eines Fluges in den Dolomiten mehrere A- und B-Galerieleinen einer Flügelseite. Der Pilot löste sofort den Rettungsschirm aus, weil der Schirm in eine schnelle Drehbewegung geriet. Die Landung am Rettungsschirm überstand der Pilot ohne Verletzungen.

Zu einem weiteren Vorfall mit demselben Schirmmodell kam es am 23.10.02 in einem Allgäuer Soaringgelände. Etwa 20 Meter über dem Boden klappte der Schirm wegen starker Turbulenzen frontal ein. Bei der Wiederöffnung des Frontklappers rissen mehrere A- und B-Galerieleinen in der Mitte der Kappe. Der Schirm geriet in einen sackflugähnlichen Flugzustand, beim Aufprall auf den Boden zog sich der Pilot leichte Prellungen zu.

Beide Gleitschirme sind von der Lufttüchtigkeitsanweisung des DHV vom 08.08.2001 betroffen. Die Geräte sind in einem deutlich gebrauchten Zustand und hatten einen gültigen Check.

Die Fa. FreeX Airsport weist erneut auf die Lufttüchtigkeitsanweisung des DHV vom 08.08.01 hin. Die betroffenen Galerieleinen sind an deutlichen Verdickungen oder aus dem Mantel austretendem Leinen-Kern-Material zu erkennen. (siehe Bilder)

Die Überprüfung der Leinen auf Fehlerhaftigkeit kann vom Piloten selbst vorgenommen werden. Schirme die diese schadhaften Leinen aufweisen dürfen nicht geflogen werden.

Die Fa. FreeX Airsport übernimmt den Austausch betroffener Leinen.

Sofern schadhafte Leinen festgestellt werden, gilt diese Sicherheitsmaßnahme auch für Geräte mit gültigem Check ebenso für Schirme, die bereits wegen der bestehenden Lufttüchtigkeitsanweisung bei FreeX Airsport zur Nachprüfung waren.

25.10.2002

freeX air sports GmbH, Harmating 2, D-82544 Egling,
Tel. 08176-93020, Fax 08176-930244, e-mail: info@freex.com

   
   

Sicherheitsmitteilung

    Gleitsegel Paratech P70 M DHV GS-01-0715-99, Paratech P70 L DHV GS-01-0806-00
   

Bei einem P70 sind während eines Kunstflugmanövers Leinen gerissen. Der Pilot konnte am danach ausgelösten Rettungsschirm landen und blieb unverletzt. Die Untersuchung ergab eine zu geringe Festigkeit einzelner Leinen bei diesem Schirm. Bei allen weiteren bisher untersuchten Schirmen konnten keine zu geringen Festigkeiten festgestellt werden.

Die Firma PARATECH AG trifft deshalb vorsorglich folgende Sicherheitsmaßnahme:

Für alle P70 wird eine ausserordentliche Nachprüfung der Mittelleinen gefordert, bis zur Durchführung der Nachprüfung dürfen die betroffenen Geräte nicht geflogen werden.

Betroffene Piloten wenden sich zur Nachprüfung an folgende Betriebe:

PARATECH Service, Tel. +41 (0)71 7873031, service@paratech.ch
Flugsportservice Sky Club Austria, +43 (0)3685 22333, office@skyclub-austria.com
Aerosport, Tel. +49 (0)8034 1034, info@aerosport.de

Schwende, den 11.10.2002

Uwe Bernholz, Migg Lenz
Entwicklung, Geschäftsführer
PARATECH AG

 

   
   

Sicherheitsmitteilung

    Gleitsegel Advance Sigma 4/25 S DHV GS-01-0620-98, Advance Sigma 4/29 S DHV GS-01-0622-98, Advance Sigma 4/27 S DHV GS-01-0624-98, Advance Sigma 4/29 DHV GS-01-0625-98, Advance Sigma 4/27 DHV GS-01-0626-98
   

Nach extremen Flugsituationen mit Frontstall und abrupt erfolgter Wiederöffnung sind in vier Fällen einige Galerieleinen gerissen.

Advance erläßt mit dem DHV einen Aufruf an alle SIGMA 4 Piloten und ersetzt mehrere Leinengruppen gratis.

Wir bitten um eure Mithilfe beim Aufruf und Unterstützung der Piloten bei Unklarheiten beim Einbau.

Gemäß eingegangenen Rückmeldungen von vier Piloten, sind bei extremen Flugsituationen mit Frontstall und abrupt erfolgter Wiederöffnung in der Flügelmitte einige der oberen Galerieleinen gerissen.

Trotz sofortiger interner Tests durch werkseigene Test-Piloten, Untersuchungen verschiedener Leinenhersteller, zahlreicher Diskussionen mit Verantwortlichen des DHV und externen Spezialisten, konnte bis zum heutigen Zeitpunkt noch keine abschließende Erklärung gefunden werden.

Betroffen sind nur des Modelltyps SIGMA 4, welche zwischen August 1998 und August 2001 produziert und ausgeliefert wurden.

Obschon der genaue Hergang noch nicht geklärt werden konnte, hat sich die Firma ADVANCE nach dem letzten Vorfall entschieden, in Übereinstimmung mit dem DHV vorsorglich folgende Sicherheitsmassnahmen zu treffen:

1. Aufruf an alle Piloten des Modelltyps SIGMA 4, sich bei ihrer Handelsvertretung zu melden.

2. Advance stellt den betroffenen Piloten umgehend Ersatzleinen zur Eigenmontage zu. Ersetzt werden auf den Ebenen A, B und C pro Seite total fünf komplette, verstärkte Leinengruppen (Stammleinen, mittlere und erste Galerie).

Die Leinen sollten so schnell wie möglich ausgewechselt werden. Der Ersatz erfolgt umgehend und kostenlos nach Eingang der Pilotenrückmeldung.

Thun, 10. Oktober 2002

Rolf Zeltner
ADVANCE Paragliders

Tel:+41-33225-7010
Fax:+41-33225-7011
info@advance.ch
www.advance.ch

   
   

Warnung

    Gurtzeug für Gleitsegel, Gurtzeug für Hängegleiter
    Überprüfung der Auslösbarkeit von Rettungsgeräten an Gurtzeugen im Rahmen der Kompatibilitätsprüfung.
   

Bei einem Sicherheitstraining war das Rettungsgerät aus einem Gleitsegelgurtzeug der Marke Sup`Air mit integriertem Rettungsgeräte- Top- Container vom Piloten nicht auslösbar.

Die Überprüfung durch den Hersteller ergab keinerlei Abweichungen vom geprüften Muster.

Der DHV nimmt diesen Vorfall zum Anlass darauf hinzuweisen, dass die Probeauslösung des Rettungsgerätes, die im Rahmen der K-Prüfung vorgesehen ist, durch den Piloten selbst ausgeführt werden soll. Die Probeauslösung muss unbedingt in Flugposition mit richtig eingestelltem Gurtzeug an einem Simulator erfolgen. Dies soll gewährleisten, dass biometrische Besonderheiten (z. B. Kraft, Armlänge) des Piloten berücksichtigt werden.

Die erfolgte Kompatibilitätsprüfung ist auf dem Prüf- und Packnachweis des Rettungsgerätes zu bestätigen.

Gmund, 23.9.2002

Klaus Tänzler,

Geschäftsführer

 

   
   

Sicherheitshinweis für Charly-Gurtzeuge

   

  Charly  zip / Zip F / Index / slider t / slider f

 

Die Beinschlaufen sind mittels zweier ovaler Schraubkettenglieder mit dem Gurtzeug verbunden. Diese sind unter dem Sitzbrett platziert. 

Bild gross - hier klicken

Diese beiden Schraubkettenglieder sind regelmäßig ( nach 5-10 Flügen) auf ihren festen Verschluß zu überprüfen. Um sie fest anzuziehen verwendet man einen 8 mm Gabelschlüssel.

   
    Sicherheitsmitteilung
    Schleppklinke Pilots Right Stuff DHV Gütesiegel Nr. 06-0028-00
   

Bei einem Schleppvorgang mit der flexiblen Schleppklinke Pilots Right Stuff der Firma Aerosport International GmbH wurde von einem Piloten eine Möglichkeit der Fehlbedienung festgestellt. Die rote Auslöseleine kann versehentlich über den Splint zu liegen kommen (siehe Bild 1 = falsche Konfiguration). Die Auslösung der Schleppklinke ist dann nur sehr schwer möglich.

Bild 1 mit falscher Konfiguration

Die Firma Aerosport International GmbH, Grafenstrasse 26, D-83098 Brannenburg, Tel. 08034 - 1034 email info@aerosport.de gibt folgende Sicherheitsmaßnahme bekannt:

Vor jedem Schleppvorgang muss ein sorgfältiger Vorflugcheck durchgeführt werden bei dem insbesondere überprüft wird, dass die rote Auslöseleine  n i c h t  über dem Splint liegt.

Bild2 mit richtiger Konfiguration

Brannenburg, 24.05.02

Hans Bausenwein

Geschäftsführer Aerosport International GmbH

   
    Sicherheitsmitteilung
    Gurtzeug für Gleitsegel Cruiser DHV GS-03-0212-99
     Bei einer Notschirmauslösung entfaltete sich der Rettungsschirm nicht. Der Pilot überlebte den Absturz vermutlich dank seines Protektors.

Die Untersuchung ergab, dass sich nach dem Werfen der Reserve möglicherweise der am Innencontainer befestigte Auslösegriff in den Fangleinen des Rettungsgerätes verfing. Die Form des Auslösegriffes beim Gurtzeug Cruiser begünstigt die Verhängermöglichkeit.

Der Hersteller, Finsterwalder GmbH, Charly Produkte, Am Österösch 3, D-87637 Seeg, Tel. 08364-1286, Fax: 08364-8426, E-Mail: info@charly-produkte.de ordnet die Nachprüfung nach § 17 LuftGerPV wie folgt an:

Bei allen Gleitschirmgurtzeugen Typ Cruiser muss der Auslösegriff ausgewechselt werden. Griff mit Einbauanleitung sind kostenlos bei Charly Produkte erhältlich, nach dem Einbau ist eine Kompatibilitätsprüfung durch einen eingewiesenen K- Prüfer (Flugschulen) erforderlich. Gurtzeug und Rettungsschirm können auch kostenfrei an Charly Produkte gesandt werden, Austausch des Griffes, Einbau des Rettungsschirmes und Kompatibilitätsprüfung erfolgen vom Hersteller.

Seeg den 08.05.02

Thomas Finsterwalder,

Geschäftsführer

Finsterwalder GmbH, Charly Produkte

 

   
    Lufttüchtigkeitsanweisung
    Gleitsegel Nova Carbon M DHV GS-01-0807-00, Nova Carbon S DHV GS-01-0809-00, Nova Carbon L DHV GS-01-0849-01, Nova Carbon XS DHV GS-01-0949-02
   

Einzelne Gleitsegel des Typs Carbon haben eine erhöhte Tendenz zum Sackflug.

Grund:

Wie NOVA erst kürzlich von Carrington erfuhr, war der Tuchhersteller durch das Schließen der eigenen Weberei im Herbst 2000 dazu gezwungen, das Grundgewebe von verschiedenen Webereien herstellen zu lassen.

Im Zeitraum zwischen November 2000 und April 2001 wurde dieses "Grey Fabrik" von 5 verschiedenen externen Webereinen bezogen. Dadurch ergaben sich Schwankungen in der Qualität des ausgelieferten Tuchmaterials. Diese Qualitätsmängel des Tuches waren im Neuzustand durch die interne Nova Qualitätskontrolle nicht zu erkennen, da sie erst nach einigen Flugstunden auftreten.

Auswirkung:

Vor allem bei Tuch der Farbe Royal trat vereinzelt eine Blasenbildung zutage (Zellulitis). Das Tuch läßt sich nicht auf eine glatte Fläche spannen, es hat in sich Runzeln. Grobe Unebenheiten stören die Strömung. Davon betroffene Schirme lassen sich nur mehr sehr schwer starten (sie kippen beim Aufziehen zurück, sobald die A-Leinen freigegeben werden) und sind nicht mehr lufttüchtig.

Die betroffenen Carbon liegen im Seriennummernbereich (Stand 03.04.02):

21942 (November 2000) bis 23419 (Juli 2001).

In diesem Zeitraum wurde weitgehend nur einwandfreies Tuch verarbeitet, nur einzelne Rollen stellen sich jetzt als schadhaft heraus.

Maßnahme:

In Übereinstimmung mit der Fa. Nova Int., Bernhard-Höfel-Str. 14, A-6020 Innsbruck hat der DHV vorsorglich folgende Sicherheitsmaßnahmen getroffen:

  1. Alle Carbon ab der Seriennummer 21942 sind durch den Halter mehreren Aufziehversuchen zu unterziehen.
  2. Bei allen Auffälligkeiten während des Startvorganges an Geräten sind diese Schirme von den Servicestellen
    Nova Int., Bernhard-Höfel-Str. 14, A-6020 Innsbruck, Tel: ++43-512-361340 oder
    Nova Germany, Am Osterösch 3, D-87637 Seeg, Tel: ++49-8364-1286
    kontrollieren zu lassen.
  3. Vor der Kontrolle nach Nr. 2 oder bei einem negativen Ergebnis der Kontrolle darf der Schirm nicht benützt werden.

Diese Lufttüchtigkeitsanweisung tritt mit Veröffentlichung in den Nachrichten für Gleitsegel- und Hängegleiterführer (NfGH) in Kraft. Die Sicherheitsmaßnahmen müssen vor der nächsten Benutzung durchgeführt sein.

Die Kontrolle erfolgt laut Auskunft von Nova Int. rasch und kostenlos.

http://www.nova-wings.com/

Gmund, 08.04.2002

Klaus Tänzler
Geschäftsführer

 

     
   
Liebe Flugschulleiter,
 
vor mehr als 3 Monaten hat der DHV eine Sicherheitsmitteilung betreffend der verchromten
Parafly Automatic Gleitschirmkarabiner von AustriAlpin in den NfGH (DHV-Info) sowie im Internet (www.dhv.de)
veröffentlicht (siehe unten).
 
Leider scheinen diese Mitteilungen bisher bei weitem nicht alle Benutzer der betroffenen Karabiner
erreicht zu haben. Selbst beim gerade zu Ende gegangenen Fluglehrerassistenten-Lehrgang entdeckten
wir diese Karabiner bei den Flugausrüstungen mehrerer Assistenten.
 
Heute erreichte uns die Nachricht, dass bei zwei weiteren Karabinern tiefgehende, annähernd materialdurchdringende
Risse entdeckt worden sind- die Karabiner standen kurz vor dem Bruch. Bereits vor einigen Wochen kam es in einem Salzburger Fluggebiet zu einem Karabinerbruch beim Starten.
 
Um die wichtigen Informationen über diese große Gefahr des Karabinerbruches nun noch gezielter nach außen zu
tragen, bitten wir Dich um Deine Mithilfe. Bitte drucke anliegende Sicherheitsinformation (Word.doc) aus (bitte farbig, gute Druckqualität) und platziere die Mitteilung an bevorzugter Stelle (Infokasten im Fluggelände, an der Seilbahn, "Schwarzes Brett" Deiner Flugschule, etc.)
 
Betroffen sind ausschließlich die glänzend verchromten, hell silbernen Karabiner. Hier gibt es oft Verwechslungen mit den Modellen aus poliertem Aluminium. Diese sind aber erkennbar nicht beschichtet und weisen nicht den typischen Chromglanz (wie eine polierte Autostoßstange aus der Zeit, wo es noch richtige Stoß"stangen" gab) sondern eine eher matte, leicht gräuliche Oberfläche auf.
Auch die farbig eloxierten Karabiner sind nicht betroffen.
 
Bitte überprüfe auch noch einmal genau (falls nicht schon geschehen) Deinen Bestand an Gurtzeugen sowie Deine Verkäufe auf die betroffenen Karabiner.
 
Die Fa. AustriAlpin ist beim Austausch der betroffenen Karabiner sehr kulant, der Umtausch erfolgt problemlos.
 
Vielen Dank für Deine Mithilfe
 
Beste Grüße
 
Karl Slezak
DHV-Sicherheitsreferent

     
    Lufttüchtigkeitsanweisung
   

für Gleitsegelgurtzeugkarabiner Parafly Automatic von AustriAlpin

   

Ein Gurtzeugkarabiner Parafly Automatic von AustriAlpin ist während eines Startvorgangs beim Gleitschirmfliegen gebrochen.
Dieser Karabiner war im dreijährigen Dauereinsatz beim Gleitsegeltestflugbetrieb des DHV. Die Materialuntersuchung hat ergeben, dass sich mit hoher Wahrscheinlichkeit Anrisse der Nickel-Chrom-Oberflächenveredelung (sichtbare Anrisse und Abplatzungen) rissinitiierend auf die Aluminiumlegierung des Karabiners ausgewirkt haben.
Im Laufe der Betriebsdauer des Karabiners ist es zum fortlaufenden Risswachstum gekommen. Das letztendliche Versagen des Karabiners ist auf eine Biegewechselbeanspruchung mit daraus resultierendem Schwingbruch zurückzuführen.

In Übereinstimmung mit dem Karabinerhersteller AustriAlpin hat der DHV vorsorglich folgende Sicherheitsmaßnahmen getroffen:

Alle Gurtzeugkarabiner Parafly Automatic von AustriAlpin, deren Oberflächenveredelung aus einer glänzenden Chromoberfläche besteht, dürfen nicht mehr verwendet werden (siehe Abbildungen).

Dieser Karabinertyp ist mit unterschiedlichen Oberflächenveredelungen erhältlich. Betroffen hiervon sind ausschließlich Karabiner mit Nickel-Chrom-Oberflächenveredelung.
Bei Unklarheiten, inwieweit es sich um einen Karabiner mit der schadhaften, glänzenden Chromoberfläche handelt, ist der Hersteller Austrialpin, Industriezone C 10, A-6166 Fulpmes, e-mail: office@austrialpin.at, Tel.: 0043-5225-65248-0 zu kontaktieren.

Diese Lufttüchtigkeitsanweisung tritt mit Veröffentlichung in den Nachrichten für Gleitsegel- und Hängegleiterführer (NfGH) in Kraft. Die Sicherheitsmaßnahmen müssen vor der nächsten Benutzung durchgeführt sein.

Gmund, den 14. Dezember 2001

Klaus Tänzler
Geschäftsführer